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Stefan Brunner · Bergführer
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Anfang Dezember sind wir für zwei Wochen nach Griechenland geflogen. Nach der Landung holten wir unseren Mietwagen ab – einen Fiat Panda, der uns zuverlässig über schmale Straßen, durch Olivenhaine und in abgelegene Täler brachte. Die erste Woche verbrachten wir in Manikia, einem Ort, der uns sofort mit seiner Ruhe, klaren Luft und der strahlenden Sonne verzauberte. Selbst im Dezember schien die Sonne fast jeden Tag und verwandelte die Landschaft in ein warmes, goldenes Licht – ideal, um draußen aktiv zu sein, denn auch im Winter lässt sich hier hervorragend klettern.
Wir besuchten verschiedene Klettergärten mit unterschiedlichen Stilen: technische Platten, steile Kalkwände, kräftige Überhänge und Routen an Sinterformationen, bei denen man die bizarren Tropfsteinstrukturen erklimmt. Jeder Klettergarten hatte seinen eigenen Charakter und machte jeden Tag am Fels spannend. Viel fotografiert haben wir dabei nicht – entweder waren wir selbst am Klettern oder wir wurden schon sehnsüchtig von den Streunerkatzen in unserer Unterkunft erwartet, die gefüttert und gestreichelt werden wollten.
Unser kleines Häuschen lag mitten im Nirgendwo, umgeben von Olivenfeldern, Felsen und einer besonderen Ruhe. Drinnen sorgte ein Holzofen für Wärme und Gemütlichkeit. Draußen schlichen die Katzen durch die Gegend jede mit ihrem eigenen Charakter. In der Nachbarschaft lebte ein Esel, der uns regelmäßig mit seinem markanten Ruf begrüßte – ein Geräusch, das schnell zu einem Teil unseres Tages wurde.
Ein besonderes Highlight war ein Olivenbaum, der über 2700 Jahre alt ist. Unter der Sonne standen wir vor seinem knorrigen Stamm und staunten über die Kraft und Geschichte, die er in sich trägt.
Besonders berührt hat uns das einfache, unverstellte griechische Leben. Die langsame Tagesstruktur, die freundlichen Menschen und das gute Essen – frisches Brot, Käse, Gemüse, Olivenöl direkt aus der Region – wirkten ehrlich und geschmackvoll.
Unsere erste Woche in Manikia war eine Mischung aus Bewegung, Sonne und Ruhe, aus Natur und kleinen Alltagsmomenten, die wir so schnell nicht vergessen werden. Auch wenn wir nur wenige Fotos gemacht haben – die Erinnerungen sind klar, warm und lebendig, und die sonnigen Wintertage am Fels bleiben unvergesslich.